Schau’n wir mal, wo die Reise hingeht :-)

04.01.2024

2023 – das war von Anfang an ein absolut besonderes Jahr. Ich bin sozusagen ‚nichtreitend‘ in das Jahr hineingerutscht, weil ich mit Jonas schwanger war. Die Geburt eines Kindes ist und bleibt das Aufregendste, was ich mir vorstellen kann.
Was tatsächlich schwieriger war als nach der Geburt von Benn, war der Wiedereinstieg in den Sport: wegen der körperlichen Herausforderung, wegen des Wieder-Reinkommens in den Turniersport, aber auch weil mir die gesamte Winterarbeit mit den Pferden gefehlt hat. Meine Jonas-Pause war allerdings auch deutlich länger als meine Benn-Pause :-) Ich bin im September 2022 mein letztes Turnier, habe im November aufgehört zu reiten und am 3. Februar wurde Jonas geboren. Im März war ich dann nach fünf Monaten Turnierpause das erste Mal wieder am Start. Obwohl ich es inzwischen schon viele Jahre mache, habe ich ein paar Turniere gebraucht, bis ich wirklich wieder drin war – im Turnier- und Prüfungsreiten.
Rückblickend hatte ich in der Saison 2023 viele schöne Runden mit meinen Pferden, aber ich muss trotzdem sagen: So ganz wie ich mir das vorstelle, konnte ich es mit meinen Füchsen noch nicht ins Viereck bringen. Delavega hat seine ersten Grand Prix-Erfahrungen gesammelt, das hat er richtig gut gemacht und mich sehr gefreut.
Zuerst geht es natürlich immer um die Ausbildung bis zum Grand Prix, schon das ist wahnsinnig spannend. Im Grand Prix angekommen geht es dann ums Feintuning – und auch das ist absolut spannend, nur auf eine andere Art und Weise. Alle drei Pferde haben wahnsinniges Potenzial und der ganze Weg mit ihnen macht mir unglaublich viel Spaß.
Das ist eine Situation, die ich so noch nie erlebt habe: Mit drei Pferden im Grand Prix-Sport unterwegs sein zu können – das kenne ich schon – aber noch nie hatte ich drei von klein auf selbst Ausgebildete im Grand Prix-Viereck am Start. Das ist wirklich mega besonders für mich.

Familytime zu Hause und auf dem Turnier – ist einfach wunderbar!

So eine Turniersaison mit drei Grand Prix-Pferden und zwei Kindern ist allerdings auch eine Herausforderung :-) Mal hatte ich nur Jonas mit, mal beide und dann auch mal ein paar Turniere ohne Kinder. Wenn ich keine Kinder dabei habe, ist es einerseits auch mal schön, sich nur auf die Pferde und das Reiten konzentrieren zu können, aber sie fehlen mir! Ich freue mich dann schon sehr, wenn ich sie wiederhabe! Ich wäge natürlich immer ab, ob das jeweilige Turnier auch ‚kindergeeignet‘ ist oder eher nicht. Und ich habe zudem das große Glück, dass mich meine Schwiegereltern sehr unterstützen und sich gerne um die Kids kümmern, wenn ich sie mal nicht mit aufs Turnier nehmen kann. Für die Kids ist es natürlich auch immer ein bisschen ‚Familien-Abenteuer‘, wenn wir alle zusammen im Lkw schlafen. Das genießen sie auch.
Mein Ausblick auf 2024: Ich habe, glaube ich, wirklich drei ganz tolle Pferde und ich hoffe einfach, dass ich an der Feinabstimmung noch weiter arbeiten kann und dass die Drei auch mental noch weiter in ihre Aufgaben hineinwachsen. Ich möchte unheimlich gerne zeigen können, was in ihnen steckt. Der Turnierplan steht noch nicht, das entscheide ich wie immer von Turnier zu Turnier, aber den Anfang werde ich – so der Plan heute – Mitte Februar in Neumünster machen.
Und dann schau’n wir mal, wo die Reise hingeht :-)