Neun gestiefelte Mädels in Venedig

07.10.2020

Wir hatten ein paar wirklich lustige und sehr nette Tage in Venedig. Und das Beste daran: Vicky wusste von nichts :-)
Von vorne: Vicky (Victoria Michalke) und Denis werden heiraten und ich habe mit Evelyn (einer Freundin von Vicky aus München) und Anna Dornbracht den Junggesellinnen-Abschied für sie organisiert. Es musste ein Ort sein, an den man von München aus gut mit dem Auto kommt, damit wir in Corona-Zeiten nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind. Und so kamen wir irgendwie ziemlich schnell auf Venedig. Dann haben wir die anderen Mädels zusammengetrommelt, eine sehr nette Wohnung gebucht und standen vergangenen Mittwoch ohne jede Vorankündigung bei Vicky auf dem Hof. Abends sind wir schön mit einer großen Gruppe zum Essen gegangen und am Donnerstagmorgen ging es  mit dem harten Kern los Richtung Venedig.
Vicky hatte immer noch keine Ahnung wohin es geht und was wir machen! Wir waren insgesamt neun Mädels, einige waren schon mal in Venedig, andere nicht. Also haben wir das komplette Touri-Programm absolviert, mit Markusplatz und Rialtobrücke und ganz vielen kleinen Gassen, die dann plötzlich auf großen Plätzen münden. Nicht so selten haben wir auch Kirchen oder Häuser gesehen, die mächtig schief standen, weil die Balken einfach langsam morsch geworden sind. Aber das stört da niemanden.

Jippieh – Spitzen-Mädelsausflug!

Die tiefer liegenden Teile von Venedig standen unter Wasser – nicht nur weil das Wasser von allen Seiten kam, sondern auch, weil es von unten hochgedrückt hat. In einige Läden stand das Wasser, aber auch dabei bleiben die Venezianer ganz entspannt. Alle haben Steinboden, so kann man das Wasser ganz gut rausfegen, der Boden trocknet und weiter geht’s. Wir haben uns jedenfalls allesamt erst mal mit Gummistiefeln ausgestattet. Allein das war schon witzig: Mit neun Mädels in einen Shop stürmen und Gummistiefel kaufen!
Der Knaller war unser Mitternachtsausflug. Auch auf dem Markusplatz stand Wasser und plötzlich war die Idee im Raum: Kurz vor Mitternacht in ein Wassertaxi zu klettern, zum Markusplatz zu fahren und mit unseren Gummistiefeln auf dem Wasser-Markusplatz das Tanzbein zu schwingen. Es war grandios!

Die Gummistiefel-Truppe um Mitternacht auf dem Markusplatz

Ein bisschen komisch kamen wir uns am Samstag vor. Wie immer stolz mit unseren neuen Gummistiefeln 'bewaffnet' sind wir Richtung Stadt aufgebrochen, kamen da an und das Wasser war weg. Wie von Geisterhand ist die Stadt über Nacht getrocknet und wir, die neun gestiefelten Mädels, fühlten uns etwas fehl gekleidet mit unserem Schuhwerk. Ausgerechnet an diesem Samstag haben die Venezianer das erste Mal ihre neue Wundermaschine ausprobiert, mit der sie tatsächlich zu Zeiten des Wasser-Höchststands die Stadt 'wasserdicht' machen können – jedenfalls für eine gewisse Zeit. Dieser erste Test verlief äußerst positiv und wir standen auf dem Trockenen…
Auch wenn in Venedig sehr strikte Corona-Regeln herrschten und wir nicht feiern gehen konnten, hatten wir eine wahnsinnig tolle Zeit und ich habe alles mit meinem nun schon ziemlich runden Bäuchlein super mitmachen können. Witzig eigentlich: von uns neun Venedig-Mädels sind drei schwanger. Auf jeden Fall haben wir Vicky gebührend von ihrem Junggesellinen-Dasein verabschiedet :-)